EU-Kommissar fördert Agrarindustrie Bauernsterben wird fortgesetzt

Die Vorschläge von Agrarkommissar Hogan, Milliarden an Steuergeldern für eine Politik im Interesse von Agrar- und Versicherungskonzernen, Großgrundbesitz und industrieller Landwirtschaft auszugeben, werden zu einer Fortsetzung des Bauernsterbens in den Europäischen Mitgliedsstaaten führen. Sie ignorieren die großen Herausforderungen der Zukunft und schaden kleinbäuerlichen Betrieben, die einen Beitrag zu Klima- und Bodenschutz, zu Tierwohl, ökologischer Kreislaufwirtschaft und gesunder Ernährung leisten.

So mancher positive Ansatz, wie die stärkere Unterstützung von Betrieben in Natura-2000-Gebieten, versucht erfolglos darüber hinwegzutäuschen, dass die Kommission plant, auch künftig den Großteil des Steuergeldes an die Agrarindustrie zu übergeben.

Die Gemeinsamen Agrarpolitik ist gemäß mehrerer Studien, ineffizient, veraltet, widersprüchlich und wirkt überwiegend umweltschädlich. Umso mehr enttäuscht der Weiter-so-wie-bisher-Ansatz der Kommission.

Herausforderungen wie Klimawandel, Höfesterben, faire Erzeugerpreise und die sinkende Lebensqualität in den ländlichen Regionen kann kein Mitgliedsland alleine lösen.

Nur mit einer starken, kritischen und gemeinsamen Agrarpolitik können wir die umweltfreundliche, kleinbäuerliche Landwirtschaft gegen die Übernahmeversuche der Agrarmultis verteidigen. Dafür werden wir Grüne Bäuerinnen und Bauern gemeinsam mit der Zivilgesellschaft kämpfen.

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