Tierleid bei Tiertransporten in Europa beenden! – Konferenz im Europäischen Parlament am 06.09.2018

Am Donnerstag, dem 06.09.2018, fand im EU-Parlament in Brüssel eine Diskussionsveranstaltung zum Schwerpunkt Lebendtiertransporte in und aus der EU statt. Die Veranstaltung wurde von meinem Büro initiiert und den Abgeordneten der European Greens Pascal Durand, Martin Häusling, Marie Heubuch, und Keith Taylor mitorganisiert. Als Sprecher*innen waren Frank Langrish (Landwirt), Olga Kikou (Vorsitzende von „Compassion in World Farming”), Dr. Alexander Rabitsch (Tierarzt und Tiertransport-Experte), Hans-Jürgen Müller (Initiator des Projekts Extrawurst) und Richard Young (Landwirt, Mitglied des Sustainable Food Trust) sowie Ana Ramríez Vela und Antonia Lütteken von der Europäischen Kommission geladen. Mehr als 70 Zuseher*innen nahmen persönlich an der Veranstaltung teil, über 200 schauten via Livestream zu.

Der erste Programmpunkt war die Vorführung eines Kurzfilms der Animal’s Angels, die im Zuge ihrer Investigationen über 10 Jahre lang Lebendtiertransporte über außereuropäische Grenze begleitet haben. Die erschütternden Aufnahmen leidender Tiere machten die Dringlichkeit des Problems auf tragische Weise begreifbar. 

In zwei Diskussionsrunden machten die Expert*innen auf die katastrophalen Bedingungen, denen Tiere auf Transporten innerhalb und außerhalb der EU ausgesetzt sind, aufmerksam. Die größten Probleme stellen dabei die starke Hitzeentwicklung in den Fahrzeugen, die mangelnde Versorgung mit Wasser und Futter sowie der eklatante Platzmangel dar. Zusätzlich zu einer Verschärfung der gesetzlichen Richtlinien forderten die Expert*innen eine wirksamere Kontrolle der bisherigen Auflagen, da diese momentan allzu oft lasch überprüft werden und dadurch unwirksam sind. Viele EU-Bestimmungen zum Tierschutz führen, so die Expert*innen, außerdem zu einer unfairen Bevorzugung großer Schlachthöfe, wodurch kleine, lokale Schlachthäuser unwirtschaftlich würden. Auch hier muss angesetzt werden, um unnötige Tiertransporte zu verhindern.

Große Verwunderung löste der Diskussionsbeitrag einer der Vertreterinnen der EU-Kommission  aus.  Dort scheint man sich der Schwere des Problems nicht bewusst zu sein. Die Vertreterin verwies in ihrer Präsentation darauf, dass 97% aller Tiertransporte die vorgeschrieben Standards einhalten würden. Eine Behauptung, der ich entschieden widersprach.

Falls Sie weitere Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema haben sollten bzw. in Zukunft Einladungen zu unseren Veranstaltungen erhalten möchten, setzen Sie sich gern mit meinem Büro per E-Mail in Verbindung.

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