Sonderzulassungen von Neonicotinoiden ist eine Bankrotterklärung der österreichischen Umweltpolitik

Erst letzten April haben die MinisterInnen der EU-Mitgliedsstaaten die für Bienen giftigen Substanzen Imidacloprid, Thiamethoxam und Clotianidin im Freiland verboten. Dass in Österreich nun versucht wird, sie durch sogenannte Notfallzulassungen durch die Hintertüre wieder zu erlauben, kommt einer Bankrotterklärung der österreichischen Landwirtschafts- und Umweltpolitik gleich.

Ministerin Köstinger hat selbst für das Totalverbot der drei Substanzen im Freiland gestimmt. Keinesfalls darf sie nun auf Druck der Agrarlobbies ihre eigenen umweltpolitischen Ziele unterminieren. Im ‚Feinkostladen Österreich‘ muss es oberstes Ziel sein, Lebensmittel so zu produzieren, dass sie keine negativen Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt haben. Für unsere Bestäuber ist das Verbot überlebenswichtig, das hat selbst die europäische Agentur für Ernährungssicherheit EFSA bestätigt!

Das Verbot der Bienengifte ist durch wissenschaftliche Studien untermauert. Anstatt es nun zu umgehen, sollte Ministerin Köstinger alles daransetzen, die österreichischen Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, ohne diese Pestizide auszukommen. Wir fordern einen sofortigen Aktionsplan für eine Landwirtschaft ohne Neonicotinoide.