Über Tom

Thomas Waitz (geboren am 16. Mai 1973 in Wien) ist ein österreichischer Biobauer, Forstwirt und Politiker der Grünen. Er übernahm am 10. November 2017 das Mandat von Ulrike Lunacek im Europäischen Parlament.

Waitz ist Sohn eines Eisenbahners, hatte jedoch in seiner Familie starken Bezug zur Landwirtschaft – mütterlicherseits zu Niederösterreich und Südungarn, väterlicherseits zur Steiermark. Er besuchte die Schule in Wien und war danach einige Jahre „Weltenbummler“. Seit 1994 ist er als Forst- und Landwirt in der Südsteiermark tätig. Gemeinsam mit seiner Partnerin bewirtschaftet er 40 Hektar eigene Fläche und rund 10 Hektar Pachtfläche. Schwerpunkte des Bio Betriebes sind Holzwirtschaft (mit kleinem Sägebetrieb jenseits der Grenze, in Slowenien), die Zucht von Krainer Steinschafen, Zucht und Ausbildung von Border Collies als Hütehunde sowie Imkerei.

Grün ist für Waitz „die einzig ernst zu nehmende politische Kraft, die am Erhalt einer kleinstrukturierten Landwirtschaft mit all ihren positiven Auswirkungen für Umwelt und Lebensmittelqualität interessiert ist und sich für Klein- und Biobauern einsetzt.“ Er engagiert sich in der grünen Bauern-Organisation der Steiermark und Österreichs und ist im Europa-Vorstand der Grünen vertreten. Er setzt sich für gemeinsamen Wirtschaftspolitik der EU und für einheitliche Sozialstandards für Europa, möchte jedoch andere Bereiche wieder zurück an die Mitgliedsstaaten delegiert wissen, in welchen die Staaten bürgernähere Entscheidungen treffen können, und nennt als Beispiel in seinen Augen unnötige Überregulierungen für bäuerliche Direkt Vermarkter.

Waitz ist Vater dreier Kinder.

"Ich denke, eine liberale Partei ist eine Bereicherung unseres demokratischen Spektrums, aber man muss darauf hinweisen dürfen, wofür stehen die Leute, und da gibt es positive Aspekte, gesellschaftsliberale Aspekte, wo wir uns durchaus treffen, aber auch Unterschiede, die wir deutlicher sichtbar machen wollen."

- Thomas Waitz in steiermark am 08.05.2014